Fachwerk nördlich der Ruhr
Die Kettwiger Altstadt liegt nördlich der Ruhr rund um die Kirche am Markt. Von den Bomben des Zweiten Weltkriegs blieb Kettwig weitgehend verschont, deshalb sind viele Fachwerkhäuser erhalten. Zwischen 1975 und 1977 wurden beim Umbau von Schulstraße und Bürgermeister-Fiedler-Platz allerdings einige abgerissen.
Kirchtreppe und Mühlengraben
Die Kirchtreppe wurde schon 1368 erwähnt. Sie war eine von vier Feuergassen zwischen Ruhr und Oberdorf, Stufen und Geländer bekam sie erst um 1850. An einem der Häuser wacht die Figur des Nachtwächters. Über den Mühlengraben, einen Seitenarm der Ruhr, an dem früher mehrere Mühlen liefen, führt eine Brücke aus Ruhrsandstein, die Abt Bernhard II. von Werden 1786 bauen ließ; sein Wappen sitzt am mittleren Bogen. Auf den Wiesen am Graben wurden früher Stoffe zum Bleichen ausgelegt.
Rathaus und Kunst
Der Altbau des Rathauses war im Kern die Tuchfabrik Wiskott, gebaut um 1830. Heute sind dort das Standesamt und das Kettwiger Museum untergebracht. Im ganzen Ort stehen Werke des Skulpturenparks Kettwig. Stadt- und Nachtwächterführungen bietet der Heimat- und Verkehrsverein an.