Sechs Jahrhunderte Nonnenkloster
Das Kloster entstand Anfang des 13. Jahrhunderts als „Mariensaal“, 1216 wurde es in den Zisterzienserorden aufgenommen und dem Abt von Kloster Kamp unterstellt. 1808 hob die Regierung des Großherzogtums Berg es auf. Danach zog die Königlich Preußische Gewehrfabrik in die Gebäude, 1936 übernahm die Stadt Mülheim die Anlage. Von 1979 bis 1989 wurde sie restauriert, erhalten sind Bauteile vom 13. bis zum 19. Jahrhundert.
Museum im Gewölbekeller
Der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Saarn betreibt in den Kellergewölben ein Museum auf rund 140 Quadratmetern, eröffnet 2008. Gezeigt werden Funde aus den Ausgrabungen: Werkzeuge, Schmuck aus Bronze und Messing, Gläser und Geschirr. Sie erzählen vom Kloster als Wirtschaftsbetrieb, der von Wolle und Leder bis zu Rosenkränzen und Knochenleim vieles selbst herstellte. Dazu gehören ein Kräutergarten und die Klosterbienen.
Kirche und Begegnungsstätte
Die Klosterkirche ist Pfarrkirche von St. Mariä Himmelfahrt. In ihr gibt es regelmäßig Konzerte der Reihe „Musik im Kloster Saarn“. Im städtischen Teil liegt die Bürgerbegegnungsstätte mit Cafeteria, im früheren Wirtschaftstrakt gibt es 38 Wohnungen für ältere Menschen. Eine App führt mit Bild und Ton über das Gelände.
Gut zu wissen
- Das Außengelände ist frei zugänglich.
- Führungen sind auf Anfrage möglich.