Lederstadt Mülheim
In Mülheim wird seit etwa 350 Jahren Leder gegerbt. Die Eichenwälder an der Ruhr lieferten den Gerbstoff. 1924 verarbeiteten mehr als 50 Betriebe Leder, heute ist nur noch einer übrig. Um dieses Erbe zu bewahren, haben Mülheimer Bürger das Museum gegründet. Es wurde am 14. September 2003 in der ehemaligen Lederfabrik Abel eröffnet, betrieben wird es von einem Förder- und Trägerverein.
Leder zum Anfassen
Auf rund 350 Quadratmetern zeigt das Museum historische Geräte, Werkzeuge und Arbeitsschritte der Gerberei und Lederherstellung. Besucher können Leder ertasten, von Elefantenhaut bis zu weichem Rindleder. Zeitzeugen erzählen am Telefon von der harten Arbeit in den Gerbereien. In der Museumspädagogik gibt es Workshops und Kindergeburtstage. Das Museum gehört zur Route der Industriekultur.
Gut zu wissen
- Der Eingang ist barrierefrei.
- Führungen sind nach Absprache buchbar.