Eine Burg für 48 Jahre
Graf Dietrich von Altena-Isenberg ließ die Burg um 1240 auf einem rund 150 Meter hohen Bergsporn des Brembergs über der Ruhr bauen. Sein Vater Friedrich von Isenberg war 1226 wegen der Tötung des Kölner Erzbischofs Engelbert hingerichtet und seine Isenburg in Hattingen zerstört worden, nach ihr ist die neue Burg benannt. Mit der neuen Burg wollte Dietrich die Schutzherrschaft über die Abteien Essen und Werden zurückgewinnen. Schon 1244 eroberte der Kölner Erzbischof die Anlage, 1288 ließ Graf Eberhard I. von der Mark sie schleifen. Wieder aufgebaut wurde sie nie.
Was zu sehen ist
Mit rund 135 mal 45 Metern war die Neue Isenburg eine der größten Burganlagen der Region. Die heute sichtbaren Mauern wurden bei Grabungen von 1927 bis 1933 freigelegt. Erhalten sind Reste der Ringmauern von Vorburg und Kernburg, eines hufeisenförmigen Turms und des quadratischen Hauptturms, dazu drei in den Fels gehauene Treppen und ein rekonstruierter Brunnen. Eine Holzbrücke führt über den Graben zur Kernburg. Sechs Tafeln eines historischen Erlebnispfads erklären Burg und Bewohner, im Herbst 2025 wurde der Pfad erneuert. Die Ruine gehört der Stadt Essen und ist als Bau- und Bodendenkmal geschützt.