Eine Schleuse für die Kohlenschiffe
Die Schleuse Neukirchen liegt unterhalb des Baldeneysees in Werden, nordöstlich der Brehminsel. Abt Johannes Hellersberg ließ sie 1777 und 1778 bauen, um die Neukircher Schlagd zu umgehen, ein Wehr für Kornmühlen an beiden Ufern. Sie gehört zu den 16 Schleusen, die zwischen 1774 und 1780 zwischen Ruhrort und Langschede entstanden, damit Ruhraaken Kohle ohne Umladen bis zum Rhein bringen konnten. Die Kammer ist 42,9 Meter lang und 5,65 Meter breit, ihre heutige Form erhielt sie 1829.
Seit 1933 trocken
Mit dem Aufstau des Baldeneysees 1933 fiel die Schleuse trocken, seitdem nutzen Schiffe die Schleuse am Wehr. 1950 wurde sie offiziell stillgelegt, 1986 unter Denkmalschutz gestellt und restauriert. Auf der Schleuseninsel steht die frühere Getreidemühle, wegen ihres Anstrichs Weiße Mühle genannt. Seit 2003 nutzt die Folkwang Universität der Künste einen Teil davon.