Vom Bauernland zur Industrie
Am Unterlauf des Deilbachs zwischen Kupferdreh und Velbert-Nierenhof stehen Boden-, Geschichts- und Technikdenkmäler an ihren ursprünglichen Standorten. Zusammen zeigen sie den Übergang von einer bäuerlichen zu einer industriellen Landschaft. Das Ruhr Museum betreut das Tal als Außenstelle und versteht es als frühindustrielles Gegenstück zum Welterbe Zollverein. Es gehört zur Route der Industriekultur.
Kupferhammer und Deilbachhammer
Den Kupferhammer gründete der Essener Hans Frolynck 1550 als Kupferhütte. Das heutige Ensemble aus Wohn- und Hammergebäude, Kutschen- und Kesselhaus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im früheren Direktoriumszimmer erzählt eine Dauerausstellung mit Karten, Fotos, Objekten und Modellen die Geschichte des Tals. Bachaufwärts steht der Deilbachhammer, laut Ruhr Museum der letzte im Ruhrgebiet erhaltene Eisenhammer am originalen Standort. Nach jahrelanger Sanierung, verzögert durch das Hochwasser 2021, wurde im März 2026 das Ende der Arbeiten gefeiert. Dort gibt es Schmiedevorführungen.
Unterwegs im Tal
Weitere Stationen sind die Hundebrücke, die Deiler Mühle, der Deilmannsche Bauernhof, Reste der Zeche Victoria und die Prinz-Wilhelm-Bahn von 1830/31. Ein Wanderweg verbindet die Denkmäler, seit 2023 sind sie Teil des Rundwanderwegs Deilbachsteig. Das Ruhr Museum bietet geführte Wanderungen ab dem Kupferhammer an.
Gut zu wissen
- Die Ausstellung im Kupferhammer ist nur bei Schmiedevorführungen, Wanderungen oder mit gebuchter Führung zugänglich.
- Der Kupferhammer ist nicht rollstuhlgerecht (laut OSM).