Ein Betriebswerk der Dampfzeit
Das Museum liegt im ehemaligen Bahnbetriebswerk Bochum-Dahlhausen, gebaut 1916 bis 1918. Hier bekamen die Lokomotiven, die die Kohlezüge aus dem Ruhrtal zogen, Kohle, Wasser, Sand und Schmieröl. Zu den besten Zeiten arbeiteten über 400 Menschen an bis zu 50 Lokomotiven. Mit der Kohlenkrise und dem Ende der Dampfloks wurde das Werk 1969 stillgelegt. Ehrenamtliche der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte machten es bis 1977 zum Museum.
Drehscheibe und Lokschuppen
Herzstück sind der 14-ständige Ringlokschuppen mit 20-Meter-Drehscheibe, der Wasserturm, Werkstätten und Anlagen zum Bekohlen und Besanden der Loks. Das Gelände ist rund 46.000 Quadratmeter groß und steht unter Denkmalschutz. Seit 2011 trägt die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum das Museum, 2020 kam ein neues Empfangsgebäude für Ausstellungen dazu. Über 100 Ehrenamtliche arbeiten an Fahrzeugen, Gleisen und Waggons.
Mit dem Museumszug an der Ruhr
Vom Museum fährt der Museumszug auf der Ruhrtalbahn von 1874 an der Ruhr entlang bis Wengern-Ost. Gezogen wird er von einer Dampflok vom Typ Preußische P8 oder einer Diesellok der Baureihe V100, die Wagen stammen aus den Jahren 1920 bis 1960.
Gut zu wissen
- Angeleinte Hunde sind im Museum willkommen.
- In den historischen Zügen ist nur Barzahlung möglich.
- Kurzeinführungen an der Drehscheibe erklären die Arbeit im Betriebswerk.