Ein Hafen für die Ruhraaken
Der Holteyer Hafen in Überruhr-Holthausen entstand 1837/38 als einer der ersten echten Häfen an der Ruhr. Er diente als Sicherheitshafen bei Unwetter, Hoch- und Niedrigwasser und Eisgang, im Winter lagen hier die Kohleschiffe, die Ruhraaken. Die Zechen Mönkhoffsbank und Vereinigte Charlotte im Wichteltal waren über eine Pferdebahn angebunden. Als die Eisenbahn den Transport übernahm, wurde der Hafen 1880 aufgegeben.
Brücke und Leinpfad
Erhalten ist die Hafeneinfahrt mit einer Bogenbrücke aus Bruchstein. Über sie führt der alte Leinpfad, heute Teil des Ruhrtalradwegs, östlich der Brücke ist auf etwa 50 Metern noch das alte Pflaster zu sehen. Hafenbecken, Brücke und Leinpfad stehen seit 1988 unter Denkmalschutz. Das Becken ist noch als Wasserfläche erhalten. 1938 baute der Turnerbund 1900 Überruhr hier ein Bootshaus, direkt an der Brücke liegt das Bootshaus der Freien Wasserfahrer.