Kohle für die Ruhrschiffe
Der Rundweg führt vom Bochumer Stadtteil Sundern hinunter zum Ruhrufer an der Rauendahlstraße und wieder zurück. Er ist rund drei Kilometer lang und in etwa einer Stunde zu gehen. Zwölf Stationen mit Infotafeln zeigen, wie die Kohle der kleinen Zechen am Baaker Berg zur Ruhr kam, über Schiebewege und Kohlenbahnen, die mit Pferden betrieben wurden.
Eine frühe „Eisen“-Bahn
Ab 1787 verband der Rauendahler Kohlenweg vier Zechen mit der Kohlenniederlage an der Ruhr. Auf rund 1.600 Metern lagen Schienen aus Eisen, angeregt von Bergrat Eversmann nach englischem Vorbild. Die Stadt Bochum nennt ihn die erste „Eisen“-Bahn Deutschlands, 48 Jahre vor der Strecke Nürnberg–Fürth. Am Ruhrufer wurde die Kohle auf die Aaken verladen.
Unterwegs
Weitere Stationen sind das Lüftergebäude der Zeche Friedlicher Nachbar, das Widerlager einer Seilbahn von der Henrichshütte, über die Hochofenschlacke zum Verfüllen der Grubenbaue kam, der 1991 rekonstruierte Stollenmund der Dickebäckerbank und ein Lochstein von 1769. Geplant hat den Weg die Untere Denkmalbehörde der Stadt Bochum. An der Rauendahlstraße ist er mit dem Bergbauwanderweg Bochum-Süd verknüpft.