Eine Zeche am Ufer
Die Zeche Vereinigte Gibraltar Erbstollen förderte am heutigen Westufer des Sees Steinkohle. Um 1830 wurde ein rund 2.000 Meter langer Erbstollen aufgefahren, 1925 legte ein Wassereinbruch die Zeche still. Heute nutzt der Hochschulsport der Ruhr-Universität das Hauptgebäude als Bootshaus, davor steht eine restaurierte Grubenlok. Seit 2014 gehört der Ort zur Route der Industriekultur.
Ein früher Folterort
Im Frühjahr 1933 machte die SA das Gelände zu einem frühen, „wilden“ Konzentrationslager. Rund 250 Menschen wurden hier festgehalten und gefoltert, vor allem Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter. Der Querenburger Bürgermeister August Bahrenberg starb am 3. Mai 1933 an den Folgen der Folter.
Eine Gedenktafel erinnert seit den 1980er-Jahren daran, angestoßen vom früheren Häftling Emil Schewenerdel. Anfang 2023 hat die Stadt Bochum eine Informationsstele dazugestellt.