Seit dem Mittelalter
Erstmals erwähnt wird die Kirche 1246, damals war sie dem heiligen Liborius geweiht. 1264 wurde der romanische Saalbau gotisch erweitert, 1543 wechselte die Gemeinde zur Reformation, als eine der ersten in der Grafschaft Mark. Der untere Teil des Turms stammt von 1678, 1891 wurde die Kirche um zwei Querschiffe und einen zweiten kleinen Turm vergrößert. Seit 1985 steht der Bau aus Ruhrsandstein unter Denkmalschutz.
Schädelnischen und Ausstattung
1937 wurden in der Süd- und Westwand Nischen mit eingemauerten Resten von Totenschädeln entdeckt. Die Schädel gingen im Krieg verloren, die Nischen sind bis heute zu sehen, ihre Bedeutung ist ungeklärt. Zur Ausstattung gehören ein romanischer Taufstein, ein geschnitzter Altar von 1714, eine barocke Kanzel von 1746 und die Glocke „Kleiner Anton“ von 1521.
Pestgottesdienst
1636 predigte der 91-jährige Pfarrer Johannes Fabricius während der Pest unter freiem Himmel an der Deipenbecke zwischen Wengern und Bommern. Daran erinnert der Fabricius-Stein, an dem seit 1924 jedes Jahr ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert wird.