Volksgarten statt Klinik
Der Hohenstein ist eine 165,7 Meter hohe Anhöhe südöstlich der Wittener Innenstadt, die mit einer schroffen Felswand zur Ruhr abfällt. Als die Provinz Westfalen 1891 plante, hier eine große psychiatrische Klinik zu bauen, kaufte die Stadt Witten das Gelände für einen Volksgarten. Der fast abgeholzte Wald wurde wieder aufgeforstet, dazu kamen große Wiesen. Heute gibt es Wanderwege, Liegewiesen, Wildgehege, einen Streichelzoo, ein Lehrbienenzentrum und einen Wasserspielplatz.
Das Berger-Denkmal
Wahrzeichen ist das Berger-Denkmal, ein rund 20 Meter hoher Aussichtsturm aus Ruhrsandstein. Die Turngemeinde Witten ließ ihn für ihren Mitbegründer Louis Constanz Berger (1829–1891) bauen, einen Wittener Industriellen und Reichstagsabgeordneten. Eingeweiht wurde er am 28. August 1904. Eine Wendeltreppe führt zur Aussichtsplattform. Der Turm gehört zur Route der Industriekultur.
Denkmäler und Hammerteich
Im Park stehen der achteckige Haarmannstempel und das Republikanerdenkmal von 1926 für Friedrich Ebert, Matthias Erzberger und Walther Rathenau. Von 1926 bis 1932 spielte hier ein Naturtheater mit 6.000 Plätzen. Am Fuß des Hohensteins liegt der Hammerteich, 1722 für ein Hammerwerk aus dem Borbach aufgestaut und heute Fahrgewässer der Schiffsmodellbauer.
Gut zu wissen
- Die Aussichtsplattform im Berger-Denkmal ist derzeit nicht zugänglich (Stand September 2026).