Ein Wasserturm für Dampfloks
Der 25,5 Meter hohe Turm wurde 1904 am Rand der Eisenbahn-Hauptwerkstatt Speldorf gebaut. Er versorgte die Lokomotiven im benachbarten Ringlokschuppen mit Wasser. Beim Luftangriff 1943 blieb er unbeschädigt, heute steht er unter Denkmalschutz und gehört zur Route der Industriekultur.
Die Stadt auf dem Tisch
Zur Landesgartenschau 1992 wurde im Wasserbehälter nach einer Idee von Werner Nekes eine Camera Obscura eingebaut, die Technik kam von Carl Zeiss Jena. Ein drehbarer Kopf mit Spiegel und Objektiv wirft ein Rundumbild der Umgebung auf einen Projektionstisch. Scharf abgebildet wird alles von 13 Metern Entfernung bis zum Horizont.
Wie die Bilder laufen lernten
Seit September 2006 zeigt das Museum zur Vorgeschichte des Films auf drei Etagen über 1.100 Exponate aus der Sammlung des Wuppertaler Fotografen KH. W. Steckelings, entstanden zwischen 1750 und 1930: Laterna magica, Guckkästen, Kaleidoskope und andere optische Geräte. Vieles darf angefasst und ausprobiert werden. Im Untergeschoss laufen Wechselausstellungen, im Erdgeschoss liegen Museumsshop und Café. Betrieben wird das Haus von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH.
Gut zu wissen
- Alle Ebenen sind barrierefrei und mit dem Aufzug erreichbar.
- Das Museumscafé ist Gastronomie-Partner des Ruhrtalradwegs, einkehren kann man auch ohne Museumsbesuch. Draußen vor dem Turm gibt es Plätze.
- Für Radler liegt Flickzeug bereit, das Café ist Refill-Station für Leitungswasser.