Wo Mülheim anfing
Die Altstadt liegt oberhalb der Leineweberstraße auf dem Kirchenhügel, wenige Schritte von der Innenstadt. Hier entstand im frühen Mittelalter ein Herrensitz nahe der Ruhrfurt. Um ihn und seine Kirche wuchs das Dorf, aus dem die Stadt wurde, 1252 erhielt Mülheim das Marktrecht. 1943 und 1944 zerstörten Bomben einen großen Teil der Altstadt, ein Rest der alten Fachwerkbebauung ist erhalten.
Zwei Kirchen
Über den Gassen steht die Petrikirche, die älteste Kirche der Stadt. Am Rand des Hügels baute der Düsseldorfer Architekt Emil Fahrenkamp 1928/29 die katholische Kirche St. Mariae Geburt, einen Backsteinbau mit hohem Turm, der als wichtiges Werk des Neuen Bauens im Rheinland gilt. Das Wandbild über dem Altar stammt von Ernst Rasche. 2017 wurde das Petrikirchenhaus fertig, ein Neubau nach historischem Vorbild, der das im Krieg zerstörte Ensemble ergänzt.
Tersteegenhaus und Altstadtfriedhof
Das Tersteegenhaus von 1530 gehört zu den ältesten Häusern Mülheims. Hier lebte der Prediger und Liederdichter Gerhard Tersteegen, heute ist es das Heimatmuseum der Stadt und wird zurzeit saniert. Am Rand der Altstadt liegt der fast 200 Jahre alte Altstadtfriedhof mit Gräbern der Unternehmerfamilien Thyssen, Stinnes und Troost.
Gut zu wissen
- Das Heimatmuseum Tersteegenhaus wird zurzeit saniert.