Keimzelle der Stadt
Die Petrikirche ist das älteste Kirchengebäude Mülheims. Sie geht auf die Kapelle eines Herrenhofs zurück, dessen Besitzer, die Herren von Mulinhem, 1093 erstmals erwähnt werden. Um 1200 entstand eine romanische Kirche, Mitte des 13. Jahrhunderts kam der viergeschossige Westturm hinzu. Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie um einen gotischen Chor erweitert. Zeitweise war sie Grablege der Herren von Broich, 1555 trat die Gemeinde zum evangelischen Glauben über.
Zerstört und wieder aufgebaut
Von 1870 bis 1872 wurde das Langhaus neugotisch erneuert. 1943 trafen Bomben die Kirche so schwer, dass nur die Umfassungsmauern, einige Pfeiler und der Turmstumpf stehen blieben. Der Wiederaufbau dauerte von 1949 bis 1958, das Langhaus bekam eine hölzerne Kassettendecke. Ende des 20. Jahrhunderts gestaltete der Mülheimer Künstler Ernst Rasche Chorfenster, Kanzel, Altar und Leuchter neu.
Orgel und Musik
Die Orgel mit 59 Registern baute die Berliner Werkstatt Karl Schuke von 1955 bis 1959, sie steht wegen ihres Klangs unter Denkmalschutz. Hinter ihr liegt ein kleines Orgelmuseum. Die Evangelische Brückengemeinde nutzt die Kirche für Gottesdienste und Konzerte. Rund um die Kirche liegt die Altstadt.