Ein Kurpark für die Sole
Der Raffelbergpark liegt in Speldorf an der Stadtgrenze zu Duisburg, auf dem Gelände des ehemaligen Solbads Raffelberg. Das Bad öffnete 1909 unter dem Motto „Dem Kranken zur Heilung, dem Gesunden zum Vergnügen“. Die Sole wurde aus der Zeche Alstaden in Oberhausen rund 2,5 Kilometer weit herübergepumpt. Als die Zeche 1973 schloss, versiegte sie, 1992 kam das endgültige Aus für das Bad.
Terrassen mit Blick auf die Ruhraue
Den Park plante Walter Baron von Engelhardt mit Stufenanlagen und Terrassen, die den Blick auf die Ruhrauen öffnen. Der östliche Teil ist als französischer Barockgarten angelegt, der westliche nach dem Vorbild englischer Landschaftsparks, ein Wasserloch wurde zum kleinen See. 1928 kamen 3,4 Hektar Landschaftspark und ein Rosengarten hinzu. Seit 1994 steht der Park auf der Denkmalliste, 1998 wurde er restauriert.
Theater im Kurhaus
Im umgebauten Kurhaus hat seit 1996 das Theater an der Ruhr seinen festen Sitz, im Sommer spielt es auch draußen im Park. Den Eingang an der Ruhrorter Straße gestaltete der Bildhauer Jochen Leyendecker 2003 nach dem alten Pavillon, heute ist er ein Aussichtspunkt über Park und Ruhrauen. Seit 1990 setzt sich ein Förderverein für den Park ein.