Das letzte Kraftwerk der Ruhr
Das Wasserkraftwerk Raffelberg steht in Speldorf am Ruhrschifffahrtskanal. Flussabwärts ist es das letzte Wasserkraftwerk an der Ruhr. Die Stadt ließ es von 1922 bis 1925 neben der neuen Schleuse bauen, weil Kohle nach dem Ersten Weltkrieg knapp war. Im Februar 1926 ging es ans Netz. Das Gebäude stammt von den Architekten Pfeifer und Großmann, die Technik von den Siemens-Schuckert-Werken.
Turbinen von 1922
Die vier stehenden Francis-Turbinen sind Originaltechnik und laufen bis heute. Bei einer mittleren Fallhöhe von 6,15 Metern erzeugen sie je nach Wasserführung nach Angaben der Stadt durchschnittlich rund 23,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Die Betriebe der Stadt nennen es das größte Laufwasserkraftwerk an der Ruhr. Seit 1986 ist das Gebäude ein Baudenkmal, seit 2011 arbeitet es vollautomatisch. Eine 130 Meter lange Fischaufstiegsanlage führt die Fische um die Staustufe herum.
Schleuse Raffelberg
Direkt daneben liegt die Schleuse Raffelberg, eröffnet 1927/28 und ebenfalls denkmalgeschützt. Sie ist für große Rheinschiffe ausgelegt und führt vom Rhein zum Rhein-Ruhr-Hafen. Führungen durch das Kraftwerk gibt es nicht einzeln, besichtigen lässt es sich bei den Hafenrundfahrten der Weißen Flotte.
Gut zu wissen
- Das Kraftwerk ist ein produzierender Betrieb, individuelle Führungen gibt es nicht.