Strom für die Wasserwerke
Das Kraftwerk steht am Schleusenkanal zwischen der Dohneinsel mit der Broicher Schlagd und der Schleuseninsel. Die Arbeiten begannen 1924, weil Kohle nach dem Ersten Weltkrieg als Reparation abgegeben werden musste und knapp war. Das Kraftwerk sollte die Wasserwerke Styrum und Dohne unabhängig mit Energie versorgen, das tut es bis heute. Entworfen haben es Arthur Pfeifer und Hans Großmann, die auch den Wasserbahnhof gebaut haben.
Wie eine Wasserburg
Das lang gestreckte Turbinenhaus aus Bruchstein hat Rundbogenfenster, ein flaches Walmdach und ein großes Tor zur Schleuseninsel. Die Denkmalliste nennt es ein hervorragendes Beispiel für die Gestaltung technischer Bauwerke, seit 1990 steht es unter Denkmalschutz. Innen arbeiten eine Francis-Doppelkammerturbine und zwei Kaplanturbinen. Bei 4,95 Metern Fallhöhe erzeugen sie im Jahr durchschnittlich rund 20 Millionen Kilowattstunden. Das Kraftwerk läuft voll automatisiert und wird vom Wasserwerk Styrum aus bedient.
Besichtigen
Gruppen können das Kraftwerk über Haus Ruhrnatur kennenlernen: Im Programm „Wasserkraftwerk live“ gibt es nach einer Einführung eine Kurzführung durch die Anlage.
Gut zu wissen
- Führungen nur für angemeldete Gruppen über Haus Ruhrnatur.