Von der Mühle zum Kraftwerk
Eine Horster Mühle wird schon 1319 erwähnt, sie lag rund 300 Meter weiter flussaufwärts und gehörte den Herren von Horst. Der Maschinenbauer Franz Dinnendahl, ein Industriepionier des Bergbaus, kam als Sohn des Müllers hier zur Welt, eine Gedenktafel erinnert an ihn. 1910 ersteigerte der Unternehmer Wilhelm Vogelsang die Anlage. Er baute Fabrikhallen aus Backstein, stellte Karbid unter anderem für die Lampen im Bergbau her und nutzte die Ruhr zur Stromerzeugung.
Wieder am Netz
1985 kaufte der Bauunternehmer Franz Rudolph das denkmalgeschützte Ensemble für eine symbolische Mark und ließ es für rund 17 Millionen Mark herrichten. Seit 1989 liefert das Kraftwerk wieder Strom, die alten Generatoren stehen noch an ihrem Platz. Die Horster Mühle gehört zur Route der Industriekultur. Das Gelände lässt sich von außen ansehen, die Gebäude sind nicht öffentlich zugänglich. Am anderen Ufer liegt die Schleuse Horst.