Eine der größten Burgruinen Deutschlands
Graf Arnold von Altena ließ die Burg auf dem Isenberg bauen, in Urkunden heißt sie Burg Isenberg. Ober- und Unterburg sind je rund 120 Meter lang. In der Unterburg standen zwei Rennfeueröfen, auf der Burg wurde Eisen verhüttet. Der Bergfried hatte einen hufeisenförmigen Grundriss und war etwa 20 Meter breit. Zum ersten Mal erwähnt wird die Burg 1200 als „Castrum Ysenberg“. Nach der Zerstörung wurde Graf Friedrich von Isenberg 1226 in Köln hingerichtet. Ein Steinbruch an der Ostseite ließ 1914 einen Teil der Mauern abrutschen.
Haus Custodis und Museum
Mitten in der Ruine steht das klassizistische Haus Custodis, gebaut Mitte des 19. Jahrhunderts für den Hofbaumeister Max Joseph Custodis. Von 1863 bis 1969 war es eine Schankwirtschaft. Heute hat hier der Verein zur Erhaltung der Isenburg sein kleines Museum mit Cafeteria, mit Fundstücken, einem Modell der Burg und einer Nachbildung der Urkunde von 1200. Der Verein wurde 1976 gegründet, pflegt die Ruine ehrenamtlich und erhielt den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Burg und Haus gehören der Stadt Hattingen.
Gut zu wissen
- Auf dem Burggelände werden Fahrräder geschoben.
- Der Verein führt auf Wunsch durch die Burganlage.
- Die Freilichtbühne am Halsgraben wird nicht mehr bespielt.