Pferde zogen die Aaken
Die Ruhrschifffahrt begann um 1780. Auf Leinpfaden an beiden Ufern zogen Kaltblutpferde die mit Kohle beladenen Ruhraaken stromaufwärts. Bis 1980 durften die Pfade offiziell nicht betreten werden, später wurden die meisten Abschnitte asphaltiert und zu Rad- und Fußwegen ausgebaut. Unterhalb des Isenbergs blieb ein mehrere hundert Meter langes Stück mit dem alten Pflaster als Denkmal erhalten. Es ist für Fußgänger freigegeben. An dieser Stelle lag auch eine Furt, die schon der mittelalterliche Hilinciweg nutzte.
Der Ruhrtalradweg in Hattingen
Der Ruhrtalradweg quert Hattingen auf rund 12 Kilometern. Unterhalb des Wehrs führt er rund 2,6 Kilometer am Fluss entlang, drei Viehgatter unterbrechen den Weg, hier grasen Rinder. Unter der Isenburg weichen Radfahrer wegen des Pflasters auf die Isenbergstraße aus und kehren am Wanderparkplatz zur Ruhr zurück. Kanuten fahren hier den Isenbergschwall. Nach weiteren rund 2,7 Kilometern ist die denkmalgeschützte Pontonbrücke nach Dahlhausen erreicht.
Neuer Radweg für die IGA
Unter der Isenburg baut die Stadt auf rund einem Kilometer einen neuen, 3,5 Meter breiten Radweg, etwa 1,20 Meter über dem Ufer und damit besser vor Hochwasser geschützt. Der alte Weg am Wasser bleibt dann Fußgängern vorbehalten. Das Projekt gehört zu den Vorbereitungen auf die Internationale Gartenausstellung 2027.
Gut zu wissen
- Auf dem gepflasterten Abschnitt ist Radfahren nicht vorgesehen, Radfahrer nutzen die Isenbergstraße.
- Während der Bauarbeiten am neuen Radweg werden Rad- und Fußverkehr über die Isenbergstraße umgeleitet.