Ein Festes Haus an der Ruhr
1354 ließ sich Heinrich II. von Hardenberg mit seiner Familie am Südufer der Ruhr zwischen Herbede und Witten nieder, die Wasserburg entstand zwischen 1345 und 1354. Genau genommen war sie ein Festes Haus, also vor allem Wohnsitz und nur bedingt wehrhaft. 1430/40 kamen an der Südseite zwei Türme und eine Schildmauer dazu, 1439 ging die Burg durch Heirat an Robert Stael von Holstein. Im 16. Jahrhundert noch bewohnt, verfiel sie ab dem 18. Jahrhundert. Bis zum Bau der Ruhrtalbahn lag sie direkt am Fluss.
Zwergenkönig Goldemar
Der Sage nach lebte ein unsichtbarer Zwergenkönig namens Goldemar als Gast auf der Burg. Als ein Küchenjunge Erbsen streute, um seine Fußspuren sichtbar zu machen, tötete der Zwerg den Jungen und verschwand mit einem Fluch über die Familie.
Die Ruine heute
Seit 1974 erforscht und pflegt der Verein Burgfreunde Hardenstein die Ruine, seit 1975 hat die Stadt Witten sie gepachtet. Nachdem 2010 eine Zwischenmauer eingestürzt war, wurden die Mauern bis 2012 saniert. Seit 2009 wird die Burg nachts beleuchtet. Das Naturschutzgebiet Hardenstein umschließt die Ruine, direkt hinter der südlichen Mauer beginnt der Bergbaurundweg Muttental. Archiv und Fundsammlung des Vereins sind in der Wilhelmschule in Herbede.
Gut zu wissen
- Grillen, Zelten, Lagern und private Feste sind auf dem Gelände verboten.
- Hunde gehören an die Leine.