LWL-Museum Zeche Nachtigall

Frühere Zeche und Ziegelei am Eingang des Muttentals, mit Besucherstollen, Dampffördermaschine und Ringofen.

Flusskilometer 73

Von der Zeche zur Ziegelei

Die Zeche Nachtigall wurde 1892 stillgelegt. Auf dem Gelände baute der Bauunternehmer Wilhelm Dünkelberg eine Ziegelei, deren Doppel-Ringofen von 1897 bis 1899 entstand und bis zu elf Millionen Ziegel im Jahr brennen konnte. 1964 stellte die Ziegelei den Betrieb ein. 1982 übernahm das Westfälische Industriemuseum die Gebäude, 1991 kamen sie unter Denkmalschutz, im Mai 2003 öffnete das Museum. Es ist Ankerpunkt der Route der Industriekultur und Infozentrum des GeoParks Ruhrgebiet.

Unter Tage

Der 130 Meter lange Nachtigallstollen wurde 1990 als Schaubergwerk ausgebaut. Mit Helm geht es bei Führungen bis zu einem Kohleflöz im Hettberg, dort lernt man die Arbeit mit Abbauhammer und Pressluftbohrer kennen. Im Stollen sind es im Sommer etwa 14 Grad, im Winter etwa 8 Grad. Kinder dürfen ab 6 Jahren mit.

Auf dem Gelände

Im Maschinenhaus steht eine Dampffördermaschine aus dem 19. Jahrhundert, die von der Zeche Franz Haniel in Bottrop stammt. Im Gewölbe des Ringofens erzählt die Ausstellung „Der Weg in die Tiefe“ am Schacht Hercules von 1839 vom Übergang zum Tiefbau, der östliche Ringofen zeigt den Alltag der Ziegler. Dazu kommen eine rekonstruierte Kleinzeche und eine Ausstellung zur Geologie des Ruhrgebiets. Am Museum liegt die erste Station des Bergbaurundwegs Muttental.

Gut zu wissen

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Anfahrt

Bahn: S 5 oder RB 40 bis Witten Hbf, von dort etwa 20 Minuten zu Fuß über Herbeder Straße, Im Sundern und die Nachtigallbrücke.

Auto: A 43, Abfahrt Witten-Heven, über Herbeder Straße und Ruhrstraße (B 235), nach der Ruhrbrücke rechts in die Nachtigallstraße. Geparkt wird auf dem Parkplatz Nachtigallstraße, 1,3 Kilometer vom Museum. Am Eingang gibt es nur 7 Plätze, 2 davon für Menschen mit Behinderung.

Besonderheiten

  • WC
  • Parkplatz: Parkplatz Nachtigallstraße, 1,3 km Fußweg

Adresse

Nachtigallstraße 35
58452 Witten

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