Der „Dom“ von Niederwenigern
Wegen ihrer Größe heißt die Kirche im Ort „Dom“. Zum ersten Mal erwähnt wird sie 1147 als Besitz der Abtei Deutz. Die Pfarrei reichte damals weit über die Ruhrhalbinsel, bis Kupferdreh, Burgaltendorf, Byfang, Linden und Dahlhausen. Als die Gemeinde im 19. Jahrhundert mit Bergbau und Industrie wuchs, entstand von 1858 bis 1861 eine neugotische Hallenkirche aus Ruhrsandstein. Die Pläne zeichnete Friedrich von Schmidt, Werkmeister der Kölner Dombauhütte.
Der romanische Turm
Vom Vorgängerbau blieb der spätromanische Turm aus dem 12. Jahrhundert, mit bis zu zwei Meter dicken Mauern und schmalen Schlitzen. Er ist der älteste Teil der Kirche. Erhalten ist auch das spätromanische Taufbecken. Im Turmraum steht hinter einem Eisengitter der Schrein mit den Reliquien des heiligen Mauritius. Nikolaus Groß, der 2001 seliggesprochene Widerstandskämpfer, wurde hier getauft und getraut. An ihn erinnern ein Denkmal und das Nikolaus-Groß-Haus nebenan.