Burg Berge zu Witten
Haus Witten, auch Burg Berge zu Witten genannt, ließen Rötger von Witten und sein Bruder Franco um 1470 bauen, nachdem Dortmunder Truppen 1434 die Burg Steinhausen am anderen Ufer zerstört hatten. Erstmals erwähnt wird es 1479. 1651 wurde das Haus in Brand geschossen und ab 1701 barock wieder aufgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts pachtete der Schwelmer Kaufmann Johann Friedrich Lohmann die Anlage und richtete dort eine Stahlfabrik ein.
Ruine und Neubau
Nach Luftangriffen 1944 und 1945 standen nur noch der Turm, Teile des Wohntrakts und die Außenmauern, jahrzehntelang blieb Haus Witten eine Ruine. Von 1992 bis 1996 bauten die Architekten Hans Busso von Busse und Eberhard Carl Klapp die Anlage im alten Grundriss mit Stahl, Beton und Glas wieder auf, 1998 gab es dafür den Architekturpreis NRW des BDA. Heute sind hier die Musikschule, Veranstaltungssäle, ein Café und im Keller eine kleine Ausstellung mit historischen Funden. Im Sommer ist der Burghof Bühne des Kultursommers. Seit 2011 gehört Haus Witten zur Route der Industriekultur.