Vom Heimatmuseum zum Kunstmuseum
Gegründet hat das Museum 1886 der Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark. Der Bau an der Husemannstraße wurde am 5. Oktober 1911 eröffnet: ein Betonbau mit Fassade aus Ruhrsandstein, dessen Grundriss einer dreischiffigen Kirche nachempfunden ist. Seit 1944 gehört das Museum der Stadt Witten, seit 2006 zum Kulturforum Witten. 1988 kam ein Anbau hinzu, seit 2016 ist auch die Bibliothek Witten am Standort. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 36 Werke als „entartete Kunst“.
Die Sammlung
Die Sammlung umfasst rund 4.500 Werke deutscher Malerei und Grafik seit 1900. Schwerpunkt ist das Informel mit Arbeiten von Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher und Fred Thieler. Dazu kommen Werke des Expressionismus, etwa von Christian Rohlfs und Wilhelm Morgner, der Neuen Sachlichkeit und des Kritischen Realismus. Wechselausstellungen zeigen Gegenwartskunst.