Stadt in der Schleife
In Arnsberg legt sich die Ruhr in eine weite Schleife um einen Bergrücken, und oben drauf sitzt die Altstadt. Ganz vorn auf dem Schlossberg liegt die Schlossruine. Die Grafen von Werl-Arnsberg bauten hier um 1100 eine Burg, später wurde sie zum Renaissance- und Barockschloss umgebaut. 1762, im Siebenjährigen Krieg, wurde es zerschossen. Heute wachsen auf den Mauern seltene Moose und Flechten.
Wahrzeichen der Stadt ist der Glockenturm, im 12. Jahrhundert als Stadttor entstanden. Seine barocke Haube bekam er nach den Stadtbränden von 1600 und 1709. Unten am Fluss liegt das Kloster Wedinghausen. Von 1794 bis 1804 wurde hier der Kölner Dreikönigenschrein aufbewahrt, weil das Domkapitel vor den französischen Truppen nach Arnsberg geflohen war.
Die Ruhr darf wieder wild sein
Seit 2003 hat Arnsberg rund sieben Kilometer Ruhr renaturiert. Aus dem begradigten Fluss wurde wieder einer mit Kiesbänken und flacheren Ufern. Eisvogel und Äsche sind zurück. Besonders gut sieht man das im Binnerfeld und an der Jägerbrücke. Zwischen Realschul- und Schützenbrücke gibt es einen Natur-Erlebnis-Raum, in dem man ans Wasser darf. Der Ruhrtalradweg führt direkt daran entlang.
Paddeln ist im Sommerhalbjahr erlaubt, im Winter ist die Ruhr hier für Boote gesperrt. Anlegen darf man nur an den ausgewiesenen Ein- und Ausstiegen.
Feste
Rund um Christi Himmelfahrt feiert die Stadt die Arnsberger Woche mit Weinfest und Oldtimern. In der letzten Woche der Sommerferien zieht der Kultursommer auf den Schlossberg und in die Altstadt.


