Ein Bahnhof für Schiffe
Der Wasserbahnhof steht mitten in Mülheim auf der Schleuseninsel. Arthur Pfeifer und Hans Großmann haben ihn 1927 gebaut, die Form erinnert an einen Schiffsbug. Davor blüht seit 1953 die Blumenuhr, damals die größte in Deutschland.
Von hier legt die Weiße Flotte ab. Im Linienverkehr fährt sie von Frühjahr bis Oktober flussaufwärts über Hahnenfähre, Am Damm und Mintard bis Kettwig, am Wochenende alle zwei Stunden. Fahrräder und Hunde fahren gegen Aufpreis mit, Plätze für Räder gibt es aber nur wenige. Dazu kommen Tagesfahrten bis auf den Rhein.
Eine Insel aus Schleuse und Kraftwerk
Die Schleuseninsel ist Mitte der 1920er Jahre entstanden. Beim Bau des Wasserkraftwerks Kahlenberg wurde der zugeschüttete alte Schleusenkanal wieder ausgehoben. Das Kraftwerk liefert seit 1926 Strom, ausgelegt auf rund 20 Millionen Kilowattstunden im Jahr, und steht heute unter Denkmalschutz.
Die Ruhrschleuse stammt von 1843 bis 1845 und steht unter Denkmalschutz. Sie führt Boote an zwei Wehren vorbei, dem Kahlenbergwehr und der Broicher Schlagd. Am Fischpass Kahlenberg wurden im Jahr 2000 Flussneunaugen entdeckt, die an der Ruhr als ausgestorben galten.
MüGa-Park
Gleich neben der Insel beginnt der MüGa-Park, 66 Hektar groß und aus der Landesgartenschau 1992 entstanden. Der Eintritt ist frei. Im Park stehen Schloss Broich, der Ringlokschuppen von 1904 und der Broicher Wasserturm mit einer Camera Obscura. Für die Gartenschau wurden 14 Brücken gebaut.
Schwimmen in der Ruhr
Gut einen Kilometer oberhalb des Kahlenbergwehrs liegt an der Mendener Brücke seit 2023 eine offizielle Schwimmstelle: 45 Meter Ufer, mit Bojen abgegrenzt, nur für Schwimmer. Eine Badeampel zeigt, ob das Wasser gerade gut ist. Die Stelle liegt im Naturschutzgebiet Saarn-Mendener Ruhraue, eigene Parkplätze gibt es nicht.


