Wo die Ruhr im Rhein verschwindet
Nach gut 219 Kilometern ist Schluss. In Duisburg-Ruhrort fließt die Ruhr bei Rheinkilometer 780 in den Rhein. Den Punkt markiert seit 1992 das Rheinorange: eine 25 Meter hohe, 7 Meter breite und 83 Tonnen schwere Stahlscheibe des Bildhauers Lutz Fritsch. Der Farbton heißt tatsächlich RAL 2004 „Reinorange“, der Name ist also ein Wortspiel. Bezahlt haben die Skulptur Spender, angestoßen von den Wirtschaftsjunioren der IHK.
Am Rheinorange endet auch der Ruhrtalradweg, der an der Ruhrquelle in Winterberg beginnt. Wer die ganze Strecke gefahren ist, macht hier sein Zielfoto, mit Rheinschiffen im Hintergrund.
Ruhrort: Hafen, Schiffe, Schleuse
Gleich nebenan liegt Ruhrort, das alte Schifferviertel am Duisburger Hafen. Die Ruhrschleuse Duisburg ist 311 Meter lang und hebt rund 9.000 Schiffe im Jahr um bis zu 7,30 Meter. Gesteuert wird sie aus der Ferne, von der Schleuse Meiderich aus.
Von der Schifferbörse und vom Steiger Schwanentor starten zwischen Frühjahr und Herbst Hafenrundfahrten, etwa zwei Stunden durch den Duisburger Hafen. Wer lieber an Land bleibt: Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt steckt in einem ehemaligen Jugendstil-Hallenbad. Zum Museum gehört der Seitenradschlepper Oscar Huber aus den Jahren 1921/22, der letzte erhaltene Raddampfer-Schlepper am Rhein.
Hier kommt jeder Tropfen an, der am Ruhrkopf losgelaufen ist.
Jedes Jahr im August
Dann feiert Ruhrort sein Hafenfest auf der Mühlenweide und an der Schifferbörse, mit Bühnen, Kirmes und Fischmarkt. Höhepunkt ist am Freitagabend das Feuerwerk „Ruhrort in Flammen“ über dem Wasser.


