Stiftskirche St. Walburga in Meschede

Meschede

Kreisstadt an der Ruhr: karolingische Stiftskirche, eine befreite Henne und der Boulevard hinauf zur Himmelstreppe am Hennesee.

Flusskilometer
181
bis
183

Stadt an zwei Flüssen

Meschede, 913 zum ersten Mal erwähnt, liegt dort, wo die Henne bei Flusskilometer 182,3 in die Ruhr mündet. Zur Regionale 2013 hat sich die Stadt ihre Flüsse zurückgeholt. Die Henne floss über 60 Jahre lang unter einer Betondecke, oben drauf parkten Autos. Unter dem Motto „Deckel auf – Henne raus“ wurde sie wieder geöffnet und naturnah gestaltet, fertig war das im Herbst 2014.

Auch die Ruhrbrücke in der Stadtmitte wurde umgebaut. An dieser Stelle stand ab 1770 eine Steinbrücke, die heutige mit drei Bögen stammt von 1950. Seit der Sanierung 2014 fahren Autos nur noch einspurig, Fußgänger und Radler haben mehr Platz. Abends leuchten die Bögen grün. Zwischen Coventry-Brücke und Schwimmbad ist die Ruhr renaturiert.

Karolingisch

Die Stiftskirche St. Walburga geht auf ein Frauenstift aus dem 9. Jahrhundert zurück. Die Kirche von 897 bis 913 hat eine karolingische Ringkrypta, die Fachleute zu den bedeutendsten Bauten ihrer Zeit zählen. Kurios: In den Mauern stecken rund 130 Tontöpfe aus der Zeit um 900, sogenannte Schalltöpfe. Nach Schäden im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche 1663/64 umgebaut.

Über der Stadt liegt die Abtei Königsmünster, seit 1928 ein Benediktinerkloster. Ihre Abteikirche von 1964 sieht aus wie eine Festung aus Stein. Auf der anderen Seite, auf dem Klausenberg, steht die Klausenkapelle aus dem 12. Jahrhundert. Ein Kreuzweg führt hinauf, oben blickt man über Meschede und das Ruhrtal.

Hinauf zum Hennesee

Von der Henne-Mündung führt der Henne-Boulevard gut zwei Kilometer weit durch den Hennepark bis zum Staudamm, barrierefrei, zu Fuß etwa 20 Minuten. Am Damm geht es über die Himmelstreppe hinauf: 333 Stufen, 60 Höhenmeter, oben eine Plattform mit Blick über den Hennesee. Im Advent leuchtet die Treppe als Tannenbaum.

Der See selbst liegt an der Henne, nicht an der Ruhr, lohnt aber den Abstecher: Badestelle Berghauser Bucht, das Elektroschiff EMS Hennesee und eine gut 14 Kilometer lange Runde um den See.

Zwei Kilometer Boulevard, 333 Stufen, dann liegt der See vor dir.

Ruhrmäander bei Laer

Westlich der Stadt schlängelt sich die Ruhr durch das Naturschutzgebiet Ruhrmäander bei Laer, fast 230 Hektar Aue mit alten Flussschleifen, dem Schlosspark Laer und einer eisenzeitlichen Wallburg. Mit Booten darf man hier nicht fahren.

Gefeiert wird im Mai beim Stadtfest, im Sommer mittwochs beim Open Air auf dem Stiftsplatz und im August beim HenneseeFest am Damm.

Gut für

  • Radfahren
  • Wandern
  • Veranstaltungen
  • Aussicht
  • Naturschutzgebiet
  • Wohnmobil

Anfahrt

Bahn: Bahnhof Meschede (RE 17, RE 57), von dort etwa 1 Kilometer in die Innenstadt. Die Tourist-Information liegt direkt am Bahnhof, Le-Puy-Straße.

Bus: Linie S70 bis „Am Stadtpark“ oder „Meschede, Hennesee“ für Himmelstreppe und See.

Rad: Ruhrtalradweg, Meschede ist Etappenort.

Auto: A46.

Parkplätze

Städtische Parkplätze (u. a. Ruhrplatz, Winziger Platz)
Mo–Fr 9–18 Uhr höchstens 2 Stunden, erste 18 Minuten frei, dann 0,70 € und 1 € je Stunde, samstags kostenlos
Arnsberger Straße (Schwimmbad)
kostenlos
P+R Lagerstraße
mit Ladesäulen, kostenlos
Wohnmobil-Stellplatz an der Ruhr
10 Plätze, direkt am Ruhrtalradweg, kostenlos, Strom 0,50 € je kWh

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · In Karten öffnen ↗

Die Ruhr bei Meschede vor dem Küppel
Himmelstreppe am Staudamm des Hennesees