Fachwerk und Hochofen
Hattingen hat zwei Gesichter, und beide liegen nah an der Ruhr. Die Altstadt mit rund 150 Fachwerkhäusern gehört zu den schönsten im Ruhrgebiet. Das bekannteste ist das schmale Bügeleisenhaus aus dem 17. Jahrhundert, heute ein kleines Museum.
Am anderen Ufer der Geschichte steht die Henrichshütte. Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode gründete sie 1854, zeitweise arbeiteten hier bis zu 10.000 Menschen. Am 18. Dezember 1987 floss das letzte Eisen. Heute ist die Hütte ein LWL-Museum, ihr 55 Meter hoher Hochofen ist der älteste im Revier. Hunde dürfen angeleint mit aufs Außengelände.
Die Isenburg
Westlich der Stadt legt sich die Ruhr in eine enge Schleife um den Isenberg. Oben liegt die Ruine der Isenburg, gebaut von 1193 bis 1199 und schon 1225 wieder zerstört. Ihr Herr Friedrich von Isenberg war in den Mord an Erzbischof Engelbert von Köln verwickelt. Freigelegt haben die Mauern ab 1969 Schüler einer „Buddel-AG“, zwanzig Jahre lang. Die Ruine ist frei zugänglich.
Am Fluss
Unten an der Ruhr verläuft der alte, gepflasterte Leinpfad, heute Teil des Ruhrtalradwegs. Unter der Isenburg bekommt er einen neuen, erhöhten Radweg, der Rad- und Fußverkehr trennt. Zur Internationalen Gartenausstellung 2027 entsteht zwischen Altstadt und Fluss die Ruhrpromenade Winz-Baak mit Wasserzugängen.
Feste in der Altstadt
Ende Mai feiert Hattingen drei Tage lang sein Altstadtfest, Anfang Oktober folgen Herbstmarkt und Panhasfest. Im Advent wird das Alte Rathaus zum Adventskalender. Und Ende August rollen zum Festival „Schöne Sterne“ tausende Mercedes-Oldtimer an der Henrichshütte vor.


