Der größte Ruhrstausee
Der Baldeneysee ist 7,8 Kilometer lang und 264 Hektar groß, der größte der Ruhrstauseen. Aufgestaut wurde er 1933. Seinen Namen hat er von Schloss Baldeney, wo das Wehr zuerst stehen sollte. Heute steht es in Werden. Über dem Nordufer liegt die Villa Hügel, früher Wohnsitz der Familie Krupp. Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 wird das Wehr abends angestrahlt, und ein Fischlift hilft Fischen hinauf in den See.
Baden, offiziell
Jahrzehntelang war Schwimmen in der Ruhr verboten. Seit dem 23. Mai 2017 gibt es am Seaside Beach Baldeney eine offizielle Badestelle: drei Stege, ein abgegrenzter Bereich nur für Schwimmer, Rettungsschwimmer vor Ort. Ein Frühwarnsystem prüft jeden Morgen das Wasser; nach Starkregen bleibt die Badestelle auch mal mehrere Tage zu. Hinein kommt man nur über den Eingang des Seaside Beach, der Eintritt kostet.
Eine Runde um den See
Die Seerunde ist 14,7 Kilometer lang, asphaltiert und flach. Eine weiße Linie trennt Radfahrer von Fußgängern, Inlineskatern und Joggern. Die einzige Steigung ist die Auffahrt am Wehr in Werden. Wer wandern will, nimmt den Baldeneysteig, 26,7 Kilometer über die Höhen rund um den See.
Auf der Runde läuft auch der Marathon „Rund um den Baldeneysee“, seit 1963 und damit der älteste Marathon Deutschlands, jedes Jahr im Oktober.
Mittwochs gehört der See den Seglern.
Segel, Drachen, Ruderboote
Gesegelt wird hier seit 1935. Rund 25 Vereine richten jedes Jahr etwa 30 Regatten aus, legendär ist die Mittwochsregatta. Anfang September kommt die Essener Segelwoche, im Juli das Drachenbootfestival. Am Nordufer liegt die Regattastrecke mit dem Regattaturm.
Ohne eigenes Boot geht es mit der Weißen Flotte Baldeney auf den See, sie fährt hier seit 1933. Die Anleger reichen von Kettwig bis Kupferdreh.
Reiher statt Ruderer
Am Ostende liegt das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen mit einer Graureiherkolonie, dazu Eisvogel und Zwergtaucher. Gelbe Bojen markieren die Grenze im Wasser, anlanden ist dort verboten.


